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Ziel von FIT-Connect ist es, ein möglichst einfaches, sicheres und klar definiertes Vorgehen zur Einreichung von Antragsdaten zu etablieren. Deshalb erfolgt eine Übertragung von Antragsdaten mit FIT-Connect ausschließlich verschlüsselt. Die Schwerpunkt Sicherheit wurde von Anfang an als integraler Bestandteil von FIT-Connect betrachtet.
Diese ist auf Basis der Standards [JSON Web Encryption (JWE)](https://tools.ietf.org/html/rfc7516) und [JSON Web Keys (JWK)](https://tools.ietf.org/html/rfc7517) umgesetzt. Bei der Implementierung der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung MÜSSEN die [Vorgaben für kryptographische Verfahren](details/crypto.md) beachtet werden.
Das Vertrauensniveau substantiell / hoch kann bei der Dokumentenübermittlung gemäß den [Vorgaben des BSI](https://www.bsi.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/BSI/Publikationen/TechnischeRichtlinien/TR03107/TR-03107-1.pdf?__blob=publicationFile&v=4) durch eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung erreicht werden.
Im Kontext von Anträgen an Behörden werden häufig höchstsensible Daten übermittelt, die im Rahmen von [Vorgaben des BSI](https://www.bsi.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/BSI/Publikationen/TechnischeRichtlinien/TR03107/TR-03107-1.pdf?__blob=publicationFile&v=4) nur Ende-zu-Ende-verschlüsselt übertragen werden dürfen.
Zielsetzung von FIT-Connect ist ein möglichst einfaches, sicheres und klar definiertes Vorgehen zur Einreichung von Antragsdaten zu etablieren. Deshalb ist die verschlüsselte Übertragung von Antragsdaten ein integraler Bestandteil von FIT-Connect. Eine Übertragung von Antragsdaten erfolgt mit FIT-Connect ausschließlich verschlüsselt.
FIT-Connect verwendet zur Absicherung der Übertragung von Antragsdaten und Antragsmetadaten eine auf asymmetrischer Kryptographie basierenden Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Abgesehen von denen für die Übermittlung zwingend notwendigen Daten können so nur die Zielbehörde bzw. das Ziel-Fachverfahren die Antragsdaten und Antragsmetadaten entschlüsseln und lesen. Sämtliche Daten der Nutzer:innen verlassen das Endgerät immer verschlüsselt.
Zur Realisierung einer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung vom Endgerät der Anwender:in bis zum Fachverfahren einer Behörde, dürfen Daten nicht unverschlüsselt oder nur per TLS gesichert an ein Backend übermittelt und erst dort die für FIT-Connect spezifizierte Verschlüsselung angewendet werden. Sollte eine längerfristige Speicherung der Antragsdaten nötig sein, so muss diese immer clientseitig (z.B. in der IndexDB des Browsers, per Download, …) erfolgen.
Jeder verwendete Public Key (idR. in Form eines JSON Web Keys) muss einem digitalen Zertifikat entstammen und von einer Zertifizierungsstelle innerhalb der Verwaltungs-PKI signiert werden. JSON Web Keys müssen immer mit der komplette Zertifikatskette bis zum Wurzelzertifikat ausgeliefert werden, um clientseitig korrekt validierbar zu sein.
Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung von FIT-Connect wird mithilfe von asymmetrischer Kryptographie realisiert. Die Verschlüsselung wird als asymmetrisch bezeichnet, weil es für Ver- und Entschlüsselung im Gegensatz zur symmetrischer Verschlüsselung jeweils einen eigenen Schlüssel gibt. Die beiden Schlüssel bilden zusammen ein Schlüsselpaar, bestehend aus einem öffentlichen und einem privaten Schlüssel.
Eingehende mit seinem öffentlichen Schlüssel verschlüsselte Nachrichten kann der Empfänger so mit seinem privaten Schlüssel entschlüsseln und lesen. Der öffentliche Schlüssel baut bildlich gesprochen einen Schutzcontainer um die Nachricht auf, die nur der zugehörige Empfänger öffnen kann, wie z. B. bei einem Briefkasten, der auch nur vom Besitzer des passenden Briefkastenschlüssels geöffnet werden kann.
Wird einem Sender der öffentliche Schlüssel vom designierten Empfänger der Nachricht im Vorlauf nicht sicher und idealerweise sogar persönlich übermittelt, muss auf anderem Weg der oder die Eigentümerin eines Schlüssels ermittelt werden. Nur so kann man sicher gehen, auch dem richtigen Schlüssel zu verwenden.
Für genau so einen Fall wurden digitale Zertifikate entwickelt. Digitale Zertifikate sind nichts weiter als öffentliche Schlüssel, angereichert mit beglaubigten Informationen zu seiner Herkunft, und dem Eigentümer. Diese Beglaubigung von Schlüssel und Metainformationen erfolgt durch eine vertrauenswürdige dritte Person oder Institution - üblicherweise einer so genannten Zertifizierungstelle (CA - Certificate Authority), mithilfe seiner digitalen, für andere prüfbaren Unterschrift.
Die vorangegangen Grundlagen finden in FIT-Connect technisch in Form von JSON Web Token (JWT) Anwendung. Bei einem JWT handelt sich in erster Linie um ein JSON-Objekt (JavaScript Object Notation), d. h. ein Objekt in einem standardisierten, textbasierten Format, mit dem sehr einfach strukturierte Daten ausgetauscht werden können.